NOMA – Wiederherstellung von Kindergesichtern in Westafrika

NOMA – Wiederherstellung von Kindergesichtern in Westafrika - Dr. Harald Kubiena - Plastischer Chirurg Wien 1190
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NOMA – Wiederherstellung von Kindergesichtern in Westafrika - Dr. Harald Kubiena - Plastischer Chirurg Wien 1190
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NOMA – Wiederherstellung von Kindergesichtern in Westafrika - Dr. Harald Kubiena - Plastischer Chirurg Wien 1190
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Rekonstruktion. Supervision. Re-integration.

Was ist NOMA?

Rekonstruktion von Kindergesichtern in Westafrika – wo alles zusammenfindet.

Seit mehr als zehn Jahren folge ich in Westafrika dem Bedarf an der Wiederherstellung von durch die Krankheit NOMA entstellten Kindergesichtern sowie der Heranbildung medizinischer Fachkräfte.

NOMA (Cancrum oris) ist eine rasch und stadienhaft verlaufende bakterielle Erkrankung, die meist vom Zahnfleisch mangelernährter und dadurch abwehrgeschwächter Kinder ausgeht. Sie breitet sich innerhalb weniger Tage im Gesicht aus – unbehandelt bedeutet sie für die meisten Kinder den raschen Tod.

Da NOMA fast ausschließlich in den ärmsten Ländern der Welt auftritt, fehlt oft die Möglichkeit einer frühzeitigen Behandlung. Die WHO geht von einer Mortalität von mindestens 80 % aus.

Kinder, die die akute Phase durch Infusionen, Antibiose, Wundversorgung, Schmerztherapie und Ernährungsunterstützung überleben, tragen meist schwerste Entstellungen davon. Der Verlust von Nase, Lippen, Wangen oder Teilen des Ober- und Unterkiefers – häufig begleitet vom Verlust eines Auges – führt zu gravierenden funktionellen Einschränkungen (blockierte Mundöffnung, erschwerte Nahrungsaufnahme, Sprechbehinderung) und kaum abschätzbaren psychosozialen Folgen.

Weitere Informationen unter: www.hilfsaktionnoma.at

Ziele & Ansatz

Unser gemeinsames Ziel mit lokalen Fachkräften: Wiederherstellung des Gesichts – und soziale Reintegrierbarkeit.

Das bedeutet:

·       Öffnen des Mundes, um Essen und Sprechen zu ermöglichen

·       Rekonstruktion von Wangen, Lippen, Nase und Augenlidern

·       Wiederherstellung eines Gesichts, das nicht mehr versteckt werden muss

·       Begleitung der Kinder und Familien auf dem Weg in ein neues Leben

Aufgrund der komplexen Defekte ist meine gesamte Erfahrung in rekonstruktiver wie ästhetischer Gesichtschirurgie gefordert. Über die Jahre haben wir für unterschiedliche Schweregrade der NOMA-Defekte Behandlungsstrategien entwickelt, die bereits bei 3–4- jährigen Kindern komplexe mikrochirurgische Verfahren mit Transplantation von Knochen und Weichteilen – etwa von Schulterblatt oder Rücken – umfassen.

Dabei verbinden wir chirurgische Präzisionsarbeit mit dem langfristigen Aufbau lokaler Kompetenzen. Denn nachhaltige Hilfe entsteht nur dort, wo vor Ort Wissen geteilt und Verantwortung getragen wird.

Vorgehen & Kooperationen

Interdisziplinär & international:
Die operative Versorgung erfolgt im Rahmen der NGO Hilfsaktion NOMA e. V. – in enger Zusammenarbeit mit lokalen Chirurg*innen, Pflegekräften und internationalen Expertenteams.

Schwerpunkte:

·       Rekonstruktive Eingriffe an Haut, Schleimhaut und Knochen

·       Funktionelle Wiederherstellung von Mundöffnung, Lippen, Lidern und Nase

·       Kombination mikrochirurgischer, plastischer und ästhetischer Techniken

·       Postoperative Betreuung, Narbenmanagement, physiotherapeutische Begleitung

·       Dokumentation, Ausbildung und Qualitätssicherung

Darüber hinaus bringe ich mich seit vielen Jahren mit Freude in Form eines „Buddybuildings“ in die medizinische Aus- und Weiterbildung ein. Gemeinsames Lernen, gegenseitige Entwicklungshilfe – oft auch im übertragenen Sinne – schaffen Freundschaften und Beziehungsbrücken, über die viel Gutes und vieles gut geht.

Nachhaltigkeit & Ausbildung

Das NOMA-Engagement geht über einzelne Operationen hinaus. Im Zentrum steht der Aufbau lokaler Kapazitäten – Ausbildung von Ärzt*innen, Pflegekräften und Therapeut*innen in Westafrika.

Durch kontinuierliche Trainings, Supervision und gemeinsame Eingriffe entsteht ein wachsendes Netz von Kompetenzzentren.

Heute kann ich zahlreiche Beispiele nennen, wie meine Patientinnen und Patienten – hier wie dort – in wechselseitiger Form von dieser Arbeit profitieren. Fragen Sie mich gerne persönlich danach. Meine Gesichtsordination ist auch dafür der richtige Ort.

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